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Tag Archives: ASEAG

Der neue Elektrobus (Sileo S18) erhält in der Werkstatt sein ASEAG-Design. Foto: Paul Heesel

Die ASEAG fährt elektrisch

Paul Heesel Keine Kommentare

„Die ASEAG fährt elektrisch“ heißt es jetzt immer öfter auf den Linienbussen des Aachener Verkehrsunternehmens. Anfang Januar 2017 ist ein neuer Elektrobus eingetroffen. Nach Test- und Schulungsfahrten wird der 18 Meter lange Gelenkbus auf den Linien 33 (von Fuchserde nach Vaals über Bushof, Campus Melaten und Uniklinik) und 73 (von Bahnhof Rothe Erde zur Uniklinik über Bushof und Campus Melaten) eingesetzt werden.

Der batteriebetriebene Bus ist der erste von 15 Elektrobussen, die die ASEAG bei der Firma Sileo bestellt hat. Die Stadt Aachen und Bundesmittel aus dem Kommunalinvestitionsförderungsfonds haben den Kauf möglich gemacht. 2017 werden noch sechs weitere elektrisch betriebene Gelenkbusse erwartet, darunter ein 24 Meter langer Doppelgelenkbus. Die restlichen Fahrzeuge werden 2018 ausgeliefert.

Im Januar 2016 hatte der Mobilitätsausschuss des Rates der Stadt Aachen beschlossen, die Linien 33 und 73 mit Elektrobussen befahren zu lassen. Das bietet der ASEAG die Möglichkeit, den Einsatz von Elektrobussen mit Blick auf Wirtschaftlichkeit, Zuverlässigkeit und Ökobilanz umfassend zu analysieren.

Geschrieben am 10. Januar 2017 im Rahmen der Pressearbeit für die ASEAG.

 

 

ASEAG NetLiner in Monschau, Foto: Paul Heesel

Mit der ASEAG in Monschau netlinern

Paul Heesel Keine Kommentare

Der NetLiner der ASEAG hat in Monschau seinen regulären Betrieb aufgenommen. Beim NetLiner handelt es sich um einen innovativen Rufbus, der ohne festen Fahrplan und ohne vorgegebenen Streckenverlauf entsprechend den Wünschen der Fahrgäste unterwegs ist. Zusteigen kann man an den regulären Haltestellen im Stadtgebiet und an den eigens für den NetLiner eingerichteten Spots (siehe unten). Der Rufbus ist von montags bis freitags zwischen 8.00 und 12.00 Uhr sowie zwischen 15.00 und 20.00 Uhr im Einsatz. Die NetLiner-Busse bieten 13 Sitz- und sieben Stehplätze sowie Platz für Rollstuhl oder Kinderwagen.

Buchungen sind online unter netliner.aseag.de oder telefonisch unter 0241 / 1688-3322 bis spätestens 30 Minuten vor der Abfahrt möglich. Buchen kann man den Bus online rund um die Uhr oder telefonisch montags bis freitags von 7.30 bis 19.00 Uhr. Bei Online-Buchungen wird man per SMS nochmals über den genauen Abfahrtszeitpunkt informiert. Stornierungen sind bis 30 Minuten vor Abfahrt sowohl online als auch telefonisch möglich.

Michael Carmincke, Vorstand der ASEAG: „Mit dem NetLiner der ASEAG ist man jetzt in Monschau sehr flexibel und bequem mit dem ÖPNV unterwegs; ein Angebot, das sicherlich auch für andere Kommunen interessant sein dürfte. Dieses moderne Rufbus-System mit Online-Buchung und dynamischem Liniennetz ist ein wichtiger Baustein in der Innovationsstrategie der ASEAG.“

Margareta Ritter, Bürgermeisterin von Monschau: „Statt starrer Linien ist der NetLiner das bedarfsgerechte Angebot, um innerhalb der Stadt Monschau direkt und schnell zum Ziel zu kommen. Wir haben uns schon länger für Monschau ein solches Angebot gewünscht und freuen uns, dass es jetzt eingeführt wird.“

Die NetLiner-Spots

Zusätzlich zu den regulären Haltestellen wurden neun Spots eingerichtet, an denen man ein- oder aussteigen kann: Imgenbroich (Steinrötsch und Rulertsweg), Mützenich (Im Bruch und Zur Buche), Monschau (Rathaus); Rohren (Am Kirchrott), Kalterherberg (Neu Rott und Arnoldystraße) sowie Höfen (Neue Straße). Konzen wird voraussichtlich zum Fahrplanwechsel im Dezember 2017 ins Bedienungsgebiet aufgenommen.

Die Tarife

Fahrgäste, die an den regulären Haltestellen zusteigen, können die im Aachener Verkehrsverbund (AVV) gültigen Tickets nutzen. Wer an einem der extra für den NetLiner eingerichteten Spots einsteigt oder aussteigt, zahlt zusätzlich zum AVV-Tarif 1,00 Euro, Kunden mit Zeitfahrausweis 50 Cent.

Registrierung, Dauerauftrag, Buchung

Wer den NetLiner zum ersten Mal nutzt, muss sich online oder telefonisch registrieren und erhält eine Kundennummer, die er für seine Buchungen benötigt. Wer regelmäßig mit dem NetLiner fährt, kann auch einen Dauerauftrag einrichten. Bei der Buchung müssen Abfahrtshaltestelle oder -spot, gewünschte Abfahrtszeit oder späteste Ankunftszeit, Ankunftshaltestelle oder -spot, Anzahl der Fahrgäste, sowie die Mitnahme von Rollstuhl oder Kinderwagen angegeben werden.

Der Umstieg auf die Linien 66 Richtung Aachen und 82 Richtung Simmerath ist am Bushof in Imgenbroich möglich. Die Fahrpläne der Linien findet man online unter www.aseag.de.

Erfolgreiches Pilotprojekt im Frühjahr

Der NetLiner war von März bis Mai 2016 in Monschau getestet worden und bei den rund 100 Testkunden sehr gut angekommen. Auch die Stadt Monschau war vom NetLiner angetan und hat gemeinsam mit ASEAG und dem AVV dafür gesorgt, dass der moderne Rufbus jetzt den Regelbetrieb aufnehmen kann.

Geschrieben am 8. Dezember 2016 im Rahmen der Pressearbeit für die ASEAG.

ASEAG-Bus beim CHIO 2016, Foto: Paul Heesel

„Vor die Lage kommen“ – Mobile Leitstelle der ASEAG

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„Vor die Lage zu kommen“, sagt Sander Lutterbach „das ist die Herausforderung; zu wissen, wie viele Fahrgäste in den nächsten Minuten mit unseren Bussen Richtung Hauptbahnhof oder Bushof fahren wollen.“ Lutterbach leitet bei der ASEAG die Abteilung „Verkehrslenkung und Betriebssteuerung“. Mit Verkehrsmeistern und Fahrern kampiert er während des Reitturniers von morgens acht Uhr bis nach Mitternacht im roten Kleinbus unter der CHIO-Brücke. Das Team sorgt dafür, dass immer rechtzeitig genügend Busse vorhanden sind. 70 Fahrerinnen und Fahrer sind beim Weltfest des Pferdesports zusätzlich im Einsatz. Zehn weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen im Hintergrund für die Organisation.

Viel Erfahrung und der richtige Riecher

Sander Lutterbach, ASEAG, Foto: Paul Heesel

Sander Lutterbach leitet bei der ASEAG die Abteilung „Verkehrslenkung und Betriebssteuerung“. Foto: Paul Heesel

Damit der Einsatz reibungslos läuft, sind viel Erfahrung und der richtige Riecher notwendig. So beobachtet das Team der ASEAG laufend Verkehrslage, Wettervorhersage und die aktuellen Entwicklungen im Reitstadion. „Wenn Regen droht oder die deutschen Springer nicht erfolgreich sind, leert sich das Stadion früher“, erklärt Sander Lutterbach. Der rote Kleinbus unter der Brücke beherbergt die rechnergesteuerte mobile Leitstelle der ASEAG. Hier kann aktuell verfolgt werden, wo die Busse gerade unterwegs sind. Dank ständigen Funkkontaktes mit Fahrern und Verkehrsmeistern an verschiedenen Standorten weiß man, wie viele Fahrgäste unterwegs sind oder demnächst losfahren wollen. Ordnungsamt und Polizei helfen dabei, dass die rote Flotte auf den Straßen rund ums Turniergelände ungehindert rollen kann.

Weit über 100.000 Reitsportfreunde werden befördert

Bis Sonntag wird die ASEAG weit über 100.000 Reitsportfreunde mit ihren Shuttle-Bussen zum Turniergelände in die Aachener Soers gebracht und nach Hause oder zum Parkplatz zurückgefahren haben. Die Busse fahren nicht nur von Hauptbahnhof und Bushof aus, sondern bedienen auch die vielen Parkplätze am Turniergelände.

Beim Geländemarathon am Samstag werden die meisten Fahrgäste befördert. „Es werden sicherlich über 30.000 sein, vielleicht sogar bis zu 36.000″, vermutet Sander Lutterbach und organisiert den Tag entsprechend vorausschauend. Wenn am Nachmittag die Zuschauer der Geländeprüfung für die Vierspänner nach Hause wollen und die anderen zu den Abendveranstaltungen ins Stadion, ist CHIO-Rushhour angesagt. 34 Busse werden gleichzeitig im Einsatz sein und im Drei-Minuten-Takt an der CHIO-Brücke an- und abfahren.

Geschrieben am 15.07.2016 im Rahmen der Pressearbeit für die ASEAG.

Ein elektrischer „Think“ von Karl-Josef Dauvermann, Foto: Paul Heesel

Elektrisch fahren macht Spaß

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„Aue Ameröllchere“ würde der Öcher sagen, der sich mit Elektroautos auskennt. Denn die waren schon vor über 100 Jahren einmal der Renner, bevor die Verbrenner-Motoren ihren Siegeszug antraten. Jetzt ist das Thema wieder auf der Tagesordnung, auch beim Diözesanrat der Katholiken.

Hybrid-Bus der ASEAG

Mit einem Hybrid-Bus der ASEAG in Aachen und Herzogenrath den Möglichkeiten moderner und umweltfreundlicher Mobilität auf der Spur, Foto: Paul Heesel

Der hatte Anfang März zur Energie-Exkursion eingeladen. Mit einem Hybrid-Bus der ASEAG waren 25 Teilnehmer zum Öl-Wärme-Institut (OWI) nach Herzogenrath und zum Institut für Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe (ISEA) in die Aachener Hüttenstraße gefahren. Lehrreiche Vorträge, spannende Laborbesuche und Gespräche mit begeisterten Fans nachhaltiger Mobilität standen auf dem Programm.

Elektromobilität ist für einige schon lange Alltag

Ein alter Hase in Sachen Elektroauto ist Stephan Nagel vom Verein der Elektromobilfahrer in der Region Aachen. Er und weitere Mitglieder des Vereins waren mit ihren Fahrzeugen zum ISEA gekommen. „Ich garantiere Ihnen“, versprach Stephan Nagel, „es macht richtig Spaß, elektrisch zu fahren.“ Für ihn und seine Vereinsfreude sei Elektromobilität Alltag. „Wir nutzen die Fahrzeuge so, wie jeder andere seinen Verbrenner nutzt.“

Die Freunde der Elektromobilität präsentierten eine große Vielfalt an Fahrzeugen von diversen Herstellern und in allen Preisklassen – von nahezu fabrikneu bis in Würde gealtert. Karl-Josef Dauvermann war sogar aus Olef in der Eifel mit seinem Elektroauto angereist. Nagel und seine Elektromobilisten sind echte Enthusiasten und Vorreiter. Seit Ende der 90er Jahre treffen sie sich. Damals waren die meisten von ihnen noch mit kleinen dreirädrigen Kabinenrollern unterwegs. „Wir haben uns gegenseitig geholfen. Mit so einem Kabinenroller aus dänischer Produktion aus den 90er Jahren konnte man nicht in irgendeine Werkstatt fahren. Wir haben den einen oder anderen, der sich mit Elektronik auskennt oder der bei der Mechanik helfen kann. Das ist wie eine Familie.“

Die Enthusiasten haben längst ihr Ladenetz

Für Überlandfahrten haben die Elektrofahrer deutschlandweit ihr eigenes Ladenetz errichtet: „Man stellt selbst eine Drehstromkiste zur Verfügung, und kann bei jedem anderen, der auch eine hat, Tag und Nacht laden.“ Stephan Nagel ist der Ansicht, dass Elektromobilität auch heute schon – bei einem Anteil von 30 Prozent nachhaltiger Energie im deutschen Strommix – „gar nicht so übel“ sei. Die durchschnittlichen CO₂-Emissionen neuer Pkw in Deutschland betrügen rund zwölf Kilogramm. Sein Elektroauto verursache nur acht Kilogramm. Mit einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach oder Ökostrom im eigenen Haus falle die Bilanz noch viel besser aus.

Das Beste kam zum Schluss: Raus auf den Parkplatz, auf Beifahrer- oder sogar Fahrersitz Platz nehmen und elektrisch einige Runden drehen. Da störte der strömende Regen niemanden mehr.

Informationen zum Verein und zu den verschiedenen Elektroautos sind unter www.elektromobilfahrer.de abrufbar.

Der Artikel erschien am 20. März in der Ausgabe 12/2016 der KirchenZeitung für das Bistum Aachen.

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