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Texte und Fotos

Online-Portal "Studieren, Forschen und Lehren mit Kind in Aachen", (c) Stadt Aachen

Studieren, Forschen und Lehren mit Kind in Aachen

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Aachen ist Wissenschaftsstadt. Die Hochschulen, ihre Studierenden, Forschenden und Lehrenden liegen der Stadt am Herzen – genau wie ihre Familien. Die gedruckte Broschüre „Studieren, Forschen und Lehren mit Kind in Aachen“ (Redaktion und Konzept: Renée Stühlen)  bietet seit einigen Jahren auf 182 Seiten hilfreiche Infos, damit Mütter und Väter ihr Engagement an den Hochschulen gut mit dem Familienleben verbinden können.

In Zusammenarbeit mit dem Aachener Bündnis für Familie habe ich die Broschüre aktualisiert, neu strukturiert und mit dem CMS Fiona der Firma Infopark ein Online-Portal daraus gemacht: Studieren, Forschen und Lehren mit Kind in Aachen

 

 

"Urban Gardening" in Belo Horizonte, Brasilien, mit Unterstützung durch das Hilfswerk MISEREOR. (c) MISEREOR

Gutes Essen für alle

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Gutes Essen für alle! Das ist für MISEREOR ein zentrales Anliegen. Auf der Grünen Woche 2017 in Berlin stellt das Hilfswerk sein Engagement im Bereich „Urban Gardening“ vor. Ich habe den Flyer getextet (DIN A4, 6 Kästen pro Seite, entsprechend gefalzt). Die kurzen Infos reichen von „Urban Gardening“ in Belo Horizonte und Berlin, über Fakten zum Thema Hunger und fairer Handel bis zu einem „Call to Action“, um neue Abonnenten für einen Newsletter zu gewinnen.

Flyer des Hilfswerks MISEREOR zur Grünen Woche 2017 in Berlin (Ausschnitt), (c) MISEREOR

Flyer des Hilfswerks MISEREOR zur Grünen Woche 2017 in Berlin (Ausschnitt), (c) MISEREOR

 

 

Der neue Elektrobus (Sileo S18) erhält in der Werkstatt sein ASEAG-Design. Foto: Paul Heesel

Die ASEAG fährt elektrisch

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„Die ASEAG fährt elektrisch“ heißt es jetzt immer öfter auf den Linienbussen des Aachener Verkehrsunternehmens. Anfang Januar 2017 ist ein neuer Elektrobus eingetroffen. Nach Test- und Schulungsfahrten wird der 18 Meter lange Gelenkbus auf den Linien 33 (von Fuchserde nach Vaals über Bushof, Campus Melaten und Uniklinik) und 73 (von Bahnhof Rothe Erde zur Uniklinik über Bushof und Campus Melaten) eingesetzt werden.

Der batteriebetriebene Bus ist der erste von 15 Elektrobussen, die die ASEAG bei der Firma Sileo bestellt hat. Die Stadt Aachen und Bundesmittel aus dem Kommunalinvestitionsförderungsfonds haben den Kauf möglich gemacht. 2017 werden noch sechs weitere elektrisch betriebene Gelenkbusse erwartet, darunter ein 24 Meter langer Doppelgelenkbus. Die restlichen Fahrzeuge werden 2018 ausgeliefert.

Im Januar 2016 hatte der Mobilitätsausschuss des Rates der Stadt Aachen beschlossen, die Linien 33 und 73 mit Elektrobussen befahren zu lassen. Das bietet der ASEAG die Möglichkeit, den Einsatz von Elektrobussen mit Blick auf Wirtschaftlichkeit, Zuverlässigkeit und Ökobilanz umfassend zu analysieren.

Geschrieben am 10. Januar 2017 im Rahmen der Pressearbeit für die ASEAG.

 

 

ASEAG NetLiner in Monschau, Foto: Paul Heesel

Mit der ASEAG in Monschau netlinern

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Der NetLiner der ASEAG hat in Monschau seinen regulären Betrieb aufgenommen. Beim NetLiner handelt es sich um einen innovativen Rufbus, der ohne festen Fahrplan und ohne vorgegebenen Streckenverlauf entsprechend den Wünschen der Fahrgäste unterwegs ist. Zusteigen kann man an den regulären Haltestellen im Stadtgebiet und an den eigens für den NetLiner eingerichteten Spots (siehe unten). Der Rufbus ist von montags bis freitags zwischen 8.00 und 12.00 Uhr sowie zwischen 15.00 und 20.00 Uhr im Einsatz. Die NetLiner-Busse bieten 13 Sitz- und sieben Stehplätze sowie Platz für Rollstuhl oder Kinderwagen.

Buchungen sind online unter netliner.aseag.de oder telefonisch unter 0241 / 1688-3322 bis spätestens 30 Minuten vor der Abfahrt möglich. Buchen kann man den Bus online rund um die Uhr oder telefonisch montags bis freitags von 7.30 bis 19.00 Uhr. Bei Online-Buchungen wird man per SMS nochmals über den genauen Abfahrtszeitpunkt informiert. Stornierungen sind bis 30 Minuten vor Abfahrt sowohl online als auch telefonisch möglich.

Michael Carmincke, Vorstand der ASEAG: „Mit dem NetLiner der ASEAG ist man jetzt in Monschau sehr flexibel und bequem mit dem ÖPNV unterwegs; ein Angebot, das sicherlich auch für andere Kommunen interessant sein dürfte. Dieses moderne Rufbus-System mit Online-Buchung und dynamischem Liniennetz ist ein wichtiger Baustein in der Innovationsstrategie der ASEAG.“

Margareta Ritter, Bürgermeisterin von Monschau: „Statt starrer Linien ist der NetLiner das bedarfsgerechte Angebot, um innerhalb der Stadt Monschau direkt und schnell zum Ziel zu kommen. Wir haben uns schon länger für Monschau ein solches Angebot gewünscht und freuen uns, dass es jetzt eingeführt wird.“

Die NetLiner-Spots

Zusätzlich zu den regulären Haltestellen wurden neun Spots eingerichtet, an denen man ein- oder aussteigen kann: Imgenbroich (Steinrötsch und Rulertsweg), Mützenich (Im Bruch und Zur Buche), Monschau (Rathaus); Rohren (Am Kirchrott), Kalterherberg (Neu Rott und Arnoldystraße) sowie Höfen (Neue Straße). Konzen wird voraussichtlich zum Fahrplanwechsel im Dezember 2017 ins Bedienungsgebiet aufgenommen.

Die Tarife

Fahrgäste, die an den regulären Haltestellen zusteigen, können die im Aachener Verkehrsverbund (AVV) gültigen Tickets nutzen. Wer an einem der extra für den NetLiner eingerichteten Spots einsteigt oder aussteigt, zahlt zusätzlich zum AVV-Tarif 1,00 Euro, Kunden mit Zeitfahrausweis 50 Cent.

Registrierung, Dauerauftrag, Buchung

Wer den NetLiner zum ersten Mal nutzt, muss sich online oder telefonisch registrieren und erhält eine Kundennummer, die er für seine Buchungen benötigt. Wer regelmäßig mit dem NetLiner fährt, kann auch einen Dauerauftrag einrichten. Bei der Buchung müssen Abfahrtshaltestelle oder -spot, gewünschte Abfahrtszeit oder späteste Ankunftszeit, Ankunftshaltestelle oder -spot, Anzahl der Fahrgäste, sowie die Mitnahme von Rollstuhl oder Kinderwagen angegeben werden.

Der Umstieg auf die Linien 66 Richtung Aachen und 82 Richtung Simmerath ist am Bushof in Imgenbroich möglich. Die Fahrpläne der Linien findet man online unter www.aseag.de.

Erfolgreiches Pilotprojekt im Frühjahr

Der NetLiner war von März bis Mai 2016 in Monschau getestet worden und bei den rund 100 Testkunden sehr gut angekommen. Auch die Stadt Monschau war vom NetLiner angetan und hat gemeinsam mit ASEAG und dem AVV dafür gesorgt, dass der moderne Rufbus jetzt den Regelbetrieb aufnehmen kann.

Geschrieben am 8. Dezember 2016 im Rahmen der Pressearbeit für die ASEAG.

PowerPoint zum MISEREOR Spendenprojekt Timor-Leste, (c) MISEREOR

„Unternehmen Zukunft“ – Präsentation für ein Spendenprojekt

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In Timor-Leste leiden viele Frauen unter häuslicher und sexueller Gewalt. Das Hilfswerk MISEREOR arbeitet in Timor-Leste mit drei Partnerorganisationen zusammen, die Frauen helfen, der Gewalt zu entkommen, ihre Rechte einzufordern und durchzusetzen. Die MISEREOR-Partner beraten, begleiten und schulen Frauen auf dem Weg zu Selbstverantwortung und Selbstständigkeit. So kommt auch in ihren Familien und Dörfern Entwicklung in Gang. Eine der Organisationen heißt Empreza Di’ak – Unternehmen Zukunft.

Für dieses Projekt habe ich eine PowerPoint-Präsentation erstellt, die MISEREOR Pfarrgemeinden, Weltgruppen, Schulen, Firmen oder anderen Einrichtungen zur Verfügung stellt, die über diese Hilfe zur Selbsthilfe in Timor-Leste informieren möchten. Auf der Webseite von MISEREOR findet man weitere Informationen dazu.

ASEAG-Bus beim CHIO 2016, Foto: Paul Heesel

„Vor die Lage kommen“ – Mobile Leitstelle der ASEAG

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„Vor die Lage zu kommen“, sagt Sander Lutterbach „das ist die Herausforderung; zu wissen, wie viele Fahrgäste in den nächsten Minuten mit unseren Bussen Richtung Hauptbahnhof oder Bushof fahren wollen.“ Lutterbach leitet bei der ASEAG die Abteilung „Verkehrslenkung und Betriebssteuerung“. Mit Verkehrsmeistern und Fahrern kampiert er während des Reitturniers von morgens acht Uhr bis nach Mitternacht im roten Kleinbus unter der CHIO-Brücke. Das Team sorgt dafür, dass immer rechtzeitig genügend Busse vorhanden sind. 70 Fahrerinnen und Fahrer sind beim Weltfest des Pferdesports zusätzlich im Einsatz. Zehn weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen im Hintergrund für die Organisation.

Viel Erfahrung und der richtige Riecher

Sander Lutterbach, ASEAG, Foto: Paul Heesel

Sander Lutterbach leitet bei der ASEAG die Abteilung „Verkehrslenkung und Betriebssteuerung“. Foto: Paul Heesel

Damit der Einsatz reibungslos läuft, sind viel Erfahrung und der richtige Riecher notwendig. So beobachtet das Team der ASEAG laufend Verkehrslage, Wettervorhersage und die aktuellen Entwicklungen im Reitstadion. „Wenn Regen droht oder die deutschen Springer nicht erfolgreich sind, leert sich das Stadion früher“, erklärt Sander Lutterbach. Der rote Kleinbus unter der Brücke beherbergt die rechnergesteuerte mobile Leitstelle der ASEAG. Hier kann aktuell verfolgt werden, wo die Busse gerade unterwegs sind. Dank ständigen Funkkontaktes mit Fahrern und Verkehrsmeistern an verschiedenen Standorten weiß man, wie viele Fahrgäste unterwegs sind oder demnächst losfahren wollen. Ordnungsamt und Polizei helfen dabei, dass die rote Flotte auf den Straßen rund ums Turniergelände ungehindert rollen kann.

Weit über 100.000 Reitsportfreunde werden befördert

Bis Sonntag wird die ASEAG weit über 100.000 Reitsportfreunde mit ihren Shuttle-Bussen zum Turniergelände in die Aachener Soers gebracht und nach Hause oder zum Parkplatz zurückgefahren haben. Die Busse fahren nicht nur von Hauptbahnhof und Bushof aus, sondern bedienen auch die vielen Parkplätze am Turniergelände.

Beim Geländemarathon am Samstag werden die meisten Fahrgäste befördert. „Es werden sicherlich über 30.000 sein, vielleicht sogar bis zu 36.000″, vermutet Sander Lutterbach und organisiert den Tag entsprechend vorausschauend. Wenn am Nachmittag die Zuschauer der Geländeprüfung für die Vierspänner nach Hause wollen und die anderen zu den Abendveranstaltungen ins Stadion, ist CHIO-Rushhour angesagt. 34 Busse werden gleichzeitig im Einsatz sein und im Drei-Minuten-Takt an der CHIO-Brücke an- und abfahren.

Geschrieben am 15.07.2016 im Rahmen der Pressearbeit für die ASEAG.

Gesehen im Garten, Foto: Paul Heesel

Die Kunst des Alltäglichen

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Ich liebe ungewöhnliche Blickwinkel,
verborgene Details, Strukturen,
die Kunst des Alltäglichen.

(vergrößern > anklicken)

Gesehen in der Küche, Foto: Paul Heesel

Gesehen in der Küche, Foto: Paul Heesel

Gesehen in Taizé, Foto: Paul Heesel

Gesehen in Taizé, Foto: Paul Heesel

Gesehen in Rheinbrohl, Foto: Paul Heesel

Gesehen in Rheinbrohl, Foto: Paul Heesel

Gesehen in Heimbach, Foto: Paul Heesel

Gesehen in Heimbach, Foto: Paul Heesel

Gesehen in Heimbach, Foto: Paul Heesel

Gesehen in Heimbach, Foto: Paul Heesel

Gesehen im Museum Insel Hombroich, Foto: Paul Heesel

Gesehen im Museum Insel Hombroich, Foto: Paul Heesel

Gesehen im Garten, Foto: Paul Heesel

Gesehen im Garten, Foto: Paul Heesel

Gesehen in Aegidienberg, Foto: Paul Heesel

Gesehen in Aegidienberg, Foto: Paul Heesel

Foto: Paul Heesel

Gesehen im Garten, Foto: Paul Heesel

Gesehen in Saint-Martin-de-Chapaize, Foto: Paul Heesel

Gesehen in Saint-Martin-de-Chapaize, Foto: Paul Heesel

 


 

 

Gemeindereferentin Renate Heyman, Berufungspastoral im Bistum Aachen, Foto: Paul Heesel

So leben, wie Gott mich geträumt hat

Paul Heesel No Comments

„Die Visionauten“ ist ein erstes Projekt des neuen Teams der Berufungspastoral im Bistum Aachen, das zehn jungen Menschen nach dem Schulabschluss helfen kann, ihre Berufung zu finden. Sie leisten ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ), leben in zwei christlichen Wohngemeinschaften (WG) und werden vom Team der Berufungspastoral, Domvikar Matthias Fritz, Gemeindereferentin Renate Heyman und Pastoralreferent Christian Schröder begleitet. Renate Heyman berichtet im Gespräch mit der KirchenZeitung von dem innovativen Projekt.

Ist das Visionauten-Jahr eine Maßnahme gegen den Priestermangel?

Dieser Ansatz setzt weiter an. Wir sind der Überzeugung, dass jeder Mensch einen Ruf von Gott hat. Wir wollen dazu beitragen, dem auf die Spur zu kommen. Darum begleiten wir in diesem Projekt junge Menschen in der Grundfrage nach ihrer Berufung. Die je eigene Berufung als Christin oder Christ in der Welt zu erspüren, sich ihrer zu vergewissern und auf diesem Weg Schritte zu gehen, ist das Ziel dieses Jahres. Eine Frucht können engagierte und selbstbewusste Christen in Gesellschaft und Kirche sein. Eine Berufung zum Priester, zum Ordensleben oder zu einem anderen seelsorglichen Beruf kann sich dabei abzeichnen, wenn es der eigenen Berufung entspricht.

Warum verfolgen Sie so einen weiten Ansatz?

Wir glauben, dass heute überall Menschen gebraucht werden, die mit der Überzeugung in die Welt gehen: Ich habe von Gott etwas mitbekommen für mein Leben und damit kann ich die Welt ein Stück besser machen, egal an welcher Stelle. Das soll beruflich auch gerne in Kirche sein, muss aber nicht.

Was sollten Visionauten mitbringen?

Eine Vision oder großes Interesse daran, eine Vision für Leben und Beruf zu entwickeln. Ein Visionaut hat die Schule abgeschlossen und verpflichtet sich, ein Freiwilliges Soziales Jahr abzuleisten, das eine besondere Herausforderung birgt. Er soll an seinem Arbeitsplatz visionautisch werden, sich mit seiner Wahrnehmung und seinen Fähigkeiten einbringen, herausfinden, was man verbessern könnte und eine eigene innovative Idee umsetzen.

Ist das nicht sehr anspruchsvoll?

Die Visionauten müssen ihr Arbeitsfeld nicht komplett verändern, sondern an einer Stelle etwas Eigenes umsetzen. Dazu bieten wir zwei Schulungswochenenden an, zusätzlich zu den Schulungen im Rahmen des FSJ. Sie sind also nicht auf sich allein gestellt.

Müssen die Visionauten katholisch sein?

Nein. Sie müssen aber klar haben, dass das ein Angebot der katholischen Kirche ist und dass wir sie mit unseren Werten begleiten. Das zweite Standbein neben dem FSJ ist ja die Wohngemeinschaft. Die Visionauten leben in zwei christlichen WG, wo sie miteinander herausfinden, was ihr Christsein für ihr Zusammenleben konkret bedeutet. Das kann genau so gut ein evangelischer Christ machen. Und letztlich: Wenn ein Ungetaufter brennend am Visionauten-Jahr interessiert ist, da wären wir doch dumm, wenn wir den nicht nehmen würden. Das wäre doch missionarisch.

Hat jeder Mensch eine besondere Berufung?

Ja, und jeder Mensch kann seine besondere Berufung herausfinden. Das setzt voraus, dass er an Gott glaubt, dass er glaubt, dass Gott ihm dieses Leben geschenkt hat, so wie es ist; mit dem Potenzial, etwas Tolles daraus zu machen. Wenn diese Grundannahmen da sind, wenn dann noch – wie für die Visionauten – Menschen da sind, die helfen und ein Umfeld zum Ausprobieren zur Verfügung stellen, dann kann ich mir selbst immer näher kommen, so wie Gott mich mal geträumt hat.

Was zeichnet Ihre Zielgruppe aus?

Das sind junge Menschen in einer Umbruchphase, wo Lebensentscheidungen getroffen werden: Was mache ich mit meinem Leben? Welchen Beruf ergreife ich? Welche Werte sind mir wichtig? Spielt es für mich eine Rolle, dass ich getauft bin? Kann ich mir ein berufliches Handeln in der Kirche vorstellen? Es werden wohl Menschen sein, die kirchlich affin sind, hoffentlich nicht nur aus dem inneren Kreis. Wir haben sehr viele Multiplikatoren in Schule, Jugendarbeit und Gemeinden angesprochen, um für unser Projekt zu werben.

Wie begleiten Sie die WGs?

Wir werden uns in regelmäßigen Abständen mit den Bewohnern treffen und verschiedene Themen bearbeiten. Da wird es sicherlich auch um das konkrete Zusammenleben in der WG gehen und um die Erfahrungen im FSJ. Da werden auch gesellschaftspolitische Themen besprochen und gefragt, wie wir als Christen dazu stehen. Und es geht um spirituelle Begleitung. Jeder Visionaut wählt zudem aus dem Team einen Mentor aus, mit dem er persönlich seine Erfahrungen und Fragen besprechen kann.

Was machen Sie, wenn Sie 20 Bewerbungen bekommen?

Wir entscheiden in der Reihenfolge des Eingangs der Bewerbungen, ob wir den Menschen als Visionauten für geeignet halten. Dann bekommt sie oder er von uns die Zusage. Wenn alle Plätze besetzt sind, dann ist Schluss für dieses Jahr.

Wann wird das Projekt für Sie erfolgreich sein?

Wenn wir 2017 zehn Visionauten gehabt haben und zehn junge Menschen uns hinterher sagen: Mensch, super, das hat mir gut getan und geholfen.

Und Sie sind nicht enttäuscht, wenn keiner beruflich in der katholischen Kirche landet?

Nein. Ich weiß, dass das wünschenswert wäre. Das ist mir klar. Aber dieses Projekt hat einen anderen Ansatz. Es hat das Ziel, Kirche erfahrbar zu machen, als Partner, um sich des eigenen Weges vergewissern zu können. Und zwar ganz offen. Wenn wir das nicht ganz offen machen würden, könnten wir es knicken.

Wie kommt es, dass das Bistum da so fortschrittlich ist?

Es zeichnet das kleine Bistum Aachen aus, dass vieles möglich ist. Hier wird deutlich wahrgenommen, dass Kirche – um es vorsichtig zu sagen – ein Vermittlungsproblem hat; ein Problem, Menschen zu erreichen. Dabei ist es doch die Kernaufgabe von Kirche, Menschen zu begleiten. Das Bistum möchte sicherlich auch etwas gegen die große Personalnot tun. Wir müssen als Kirche innovativ unterwegs sein. Die Welt ist so innovativ; wenn wir weiter in Berührung mit den Menschen in der Welt sein wollen, dann geht das nur, indem wir uns öffnen und entwickeln, Freude am Ausprobieren haben und dabei auch Fehler machen dürfen.

Wann und wie kann man sich als Visionaut bewerben?

Ab sofort. Alle Informationen findet man unter www.die-visionauten.de.

Das Gespräch führte Paul Heesel. Es ist am 3. April 2016 in der KirchenZeitung für das Bistum Aachen erschienen.

Ein elektrischer „Think“ von Karl-Josef Dauvermann, Foto: Paul Heesel

Elektrisch fahren macht Spaß

Paul Heesel No Comments

„Aue Ameröllchere“ würde der Öcher sagen, der sich mit Elektroautos auskennt. Denn die waren schon vor über 100 Jahren einmal der Renner, bevor die Verbrenner-Motoren ihren Siegeszug antraten. Jetzt ist das Thema wieder auf der Tagesordnung, auch beim Diözesanrat der Katholiken.

Hybrid-Bus der ASEAG

Mit einem Hybrid-Bus der ASEAG in Aachen und Herzogenrath den Möglichkeiten moderner und umweltfreundlicher Mobilität auf der Spur, Foto: Paul Heesel

Der hatte Anfang März zur Energie-Exkursion eingeladen. Mit einem Hybrid-Bus der ASEAG waren 25 Teilnehmer zum Öl-Wärme-Institut (OWI) nach Herzogenrath und zum Institut für Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe (ISEA) in die Aachener Hüttenstraße gefahren. Lehrreiche Vorträge, spannende Laborbesuche und Gespräche mit begeisterten Fans nachhaltiger Mobilität standen auf dem Programm.

Elektromobilität ist für einige schon lange Alltag

Ein alter Hase in Sachen Elektroauto ist Stephan Nagel vom Verein der Elektromobilfahrer in der Region Aachen. Er und weitere Mitglieder des Vereins waren mit ihren Fahrzeugen zum ISEA gekommen. „Ich garantiere Ihnen“, versprach Stephan Nagel, „es macht richtig Spaß, elektrisch zu fahren.“ Für ihn und seine Vereinsfreude sei Elektromobilität Alltag. „Wir nutzen die Fahrzeuge so, wie jeder andere seinen Verbrenner nutzt.“

Die Freunde der Elektromobilität präsentierten eine große Vielfalt an Fahrzeugen von diversen Herstellern und in allen Preisklassen – von nahezu fabrikneu bis in Würde gealtert. Karl-Josef Dauvermann war sogar aus Olef in der Eifel mit seinem Elektroauto angereist. Nagel und seine Elektromobilisten sind echte Enthusiasten und Vorreiter. Seit Ende der 90er Jahre treffen sie sich. Damals waren die meisten von ihnen noch mit kleinen dreirädrigen Kabinenrollern unterwegs. „Wir haben uns gegenseitig geholfen. Mit so einem Kabinenroller aus dänischer Produktion aus den 90er Jahren konnte man nicht in irgendeine Werkstatt fahren. Wir haben den einen oder anderen, der sich mit Elektronik auskennt oder der bei der Mechanik helfen kann. Das ist wie eine Familie.“

Die Enthusiasten haben längst ihr Ladenetz

Für Überlandfahrten haben die Elektrofahrer deutschlandweit ihr eigenes Ladenetz errichtet: „Man stellt selbst eine Drehstromkiste zur Verfügung, und kann bei jedem anderen, der auch eine hat, Tag und Nacht laden.“ Stephan Nagel ist der Ansicht, dass Elektromobilität auch heute schon – bei einem Anteil von 30 Prozent nachhaltiger Energie im deutschen Strommix – „gar nicht so übel“ sei. Die durchschnittlichen CO₂-Emissionen neuer Pkw in Deutschland betrügen rund zwölf Kilogramm. Sein Elektroauto verursache nur acht Kilogramm. Mit einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach oder Ökostrom im eigenen Haus falle die Bilanz noch viel besser aus.

Das Beste kam zum Schluss: Raus auf den Parkplatz, auf Beifahrer- oder sogar Fahrersitz Platz nehmen und elektrisch einige Runden drehen. Da störte der strömende Regen niemanden mehr.

Informationen zum Verein und zu den verschiedenen Elektroautos sind unter www.elektromobilfahrer.de abrufbar.

Der Artikel erschien am 20. März in der Ausgabe 12/2016 der KirchenZeitung für das Bistum Aachen.

Wolfgang Oellers notiert die Beschlüsse, Foto: Paul Heesel

Wir sind der Pastor

Paul Heesel No Comments

„Wir sind der Pastor“, sagt das elfköpfige Leitungsteam aus Haupt- und Ehrenamtlern der drei Pfarreien St. Heinrich, St. Laurentius und St. Martinus über sich. Seit 2012 praktizieren sie als einzige Gemeinden im Bistum Aachen in dieser Form „Gemeindeleitung in Gemeinschaft“.

Zum Team gehören sechs ehrenamtliche Mitglieder, zwei Kirchenmusiker, zwei Gemeindereferenten und ein Pfarrer. Die drei Pfarreien sind auch Teil der GdG Aachen-Nordwest, zu der weitere Pfarreien gehören, die nicht an der gemeinschaftlichen Gemeindeleitung teilnehmen. Der KirchenZeitung berichtete das Team jetzt von seinen Erfahrungen.

Pfarrer Josef Voß möchte in der letzten Dekade seines Berufslebens tragfähige Strukturen aufbauen, „damit es weitergeht, wenn nach mir kein geweihter Priester mehr in die Pfarreien kommt“.

Sitzung der gemeinsamen Gemeindeleitung drei Aachener Pfarreien, Foto: Paul Heesel

Sitzung des gemeinsamen Leitungsteams der drei Aachener Pfarreien St. Heinrich (Horbach), St. Laurentius (Laurensberg) und St. Martinus (Richterich), Foto: Paul Heesel

Die Frage nach dem Zusammenspiel all der Gremien – Pfarreiräte, Kirchenvorstände, GdG-Rat, Kirchengemeindeverband und Gemeindeleitung – wird zunächst mit fröhlichem Gelächter beantwortet. Es ist nicht einfach. Kirchenmusiker Angelo Scholly sieht bei den Pfarreiräten eher die tagesaktuellen Dinge vor Ort: „Zum Beispiel die Pfarrfeste. Wir vom Leitungsteam haben schon den Ehrgeiz, etwas mehr visionär zu denken.“ Gemeindereferentin Gerlinde Lohmann hebt „die Vogelperspektive“ der Gemeindeleitung hervor, die gute Ideen aus einer Pfarrei für andere fruchtbar machen könne. Für Pfarrer Josef Voß ist es wichtig, eine gute Atmosphäre zu schaffen, um „Konflikte, die es auch bei bestem Miteinander immer geben wird, zu lösen“.

Eine Ehrenamtlerin als Präses der Schützen?

„In St. Laurentius“, sagt Nikolaus Gabele, ehrenamtliches Mitglied, „steht man hinter der Gemeindeleitung.“ „Wohlwissend“, ergänzt Herbert Pichler, „dass man in Laurensberg keinen eigenen Pfarrer mehr bekommen wird.“ Angelo Scholly wirft ein: „Die Schützen würden aber zumindest tief durchatmen müssen, wenn einer von uns statt des Pfarrers zukünftig ihr Präses wäre.“ Christiane Jürgens aus St. Heinrich, dort auch Pfarrsekretärin, sieht sich im kleinen Horbach tatsächlich als Gemeindeleitung wahrgenommen: „Ich werde regelmäßig auf der Straße angesprochen, wenn es Fragen oder Probleme gibt.“ Auf „unglaubliches Erstaunen“ treffe sie, berichtet Mechthild Bergedieck aus St. Martinus in Richterich, wenn sie von ihrer ehrenamtlichen Arbeit in der Gemeindeleitung erzähle: „Wie, so etwas ist möglich bei euch? Das kann ich mir bei uns gar nicht vorstellen.“ Sie alle hier, ergänzt Kantor Gregor Jeub, hätten Gemeindeleben mit der Muttermilch aufgesogen und wollten, dass es weitergehe.

„Wenn ich Dinge alleine entscheide“, sagt Pfarrer Josef Voß, „geht das zwar schneller, aber nicht richtiger.“ In der Gemeindeleitung arbeiten Hauptund Ehrenamtler gleichberechtigt zusammen. Mechthild Berge- dieck bestätigt: „Ich habe nicht das Gefühl, dass hier jemand höher steht, gar nicht.“

Die Gemeindeleitung erfährt viel Wohlwollen

Die Tätigkeit in der Gemeindeleitung mache schon viel Arbeit, meint Peter Bücker aus St. Heinrich, aber wegen des Priestermangels müssten doch neue Wege für ein gemeinsames christliches Leben gefunden werden: „Das ist wichtig und spannend.“

Norbert Becker aus St. Martinus, auch Vorsitzender des GdG-Rates, freut sich, dass viele Menschen die Gemeindeleitung wohlwollend begleiten. „Von unserer Arbeit kommt etwas rüber. Die Menschen haben das Gefühl, da ist ein Gremium, das arbeitet, das helfen kann und Fragen klärt.“ Mechthild Bergedieck bringt ihre Erfahrungen kurz und bündig auf den Punkt: „Das ist Erneuerung von Kirche.

Der Text erschien am 13. März 2016 in der Ausgabe 11/2016 der KirchenZeitung für das Bistum Aachen.